Corpus Galabau
Dicht geschnittene Hecke an einem Weg
Hecken und Bäume

Hecke schneiden und Bäume pflegen: Was wann erlaubt ist

Hecken und Bäume brauchen regelmäßigen Schnitt – aber nicht jeder Schnitt ist zu jeder Zeit erlaubt. Hier finden Sie die wichtigsten Regeln im Überblick, damit Sie Ihren Garten pflegen, ohne gegen Naturschutz oder Nachbarrecht zu verstoßen.

Corpus Galabau · Ratgeber · November 2026

Die Schutzzeit vom 1. März bis 30. September

Nach § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz ist es vom 1. März bis 30. September verboten, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Die Regel schützt vor allem brütende Vögel. Erlaubt bleiben in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte, die nur den Zuwachs entfernen. Für Bäume in gärtnerisch genutzten Grundflächen gilt das Verbot nach dem Gesetz nicht, wohl aber der allgemeine Artenschutz.

Unabhängig von der Jahreszeit gilt: Ist ein Nest besetzt oder nutzen geschützte Tiere den Baum, muss die Arbeit warten. Wir schauen deshalb vor jedem Schnitt genau hin.

Wann schneidet man welche Hecke?

  • Formschnitt: bei vielen Heckenpflanzen ein- bis zweimal im Jahr, häufig um den Johannistag Ende Juni und noch einmal im Spätsommer
  • Starker Rückschnitt oder Verjüngung: nur im Zeitraum Oktober bis Februar
  • Form: Hecken unten etwas breiter als oben schneiden, damit auch die unteren Zweige Licht bekommen und die Hecke nicht verkahlt

Bäume: Baumschutzsatzung beachten

Viele Städte haben eine Baumschutzsatzung. Sie legt fest, ab welchem Stammumfang ein Baum geschützt ist und dass für eine Fällung oder einen starken Eingriff in die Krone eine Genehmigung nötig ist. Die Regeln unterscheiden sich von Stadt zu Stadt, manchmal sind Obstbäume oder bestimmte Arten ausgenommen. Klären Sie vor einer Fällung, ob Ihr Baum betroffen ist. Den Antrag stellt in der Regel der Eigentümer.

Richtig schneiden statt kappen

Ein fachgerechter Baumschnitt entfernt Totholz, kreuzende oder beschädigte Äste und schafft bei Bedarf Lichtraum über Wegen und Stellplätzen. Kappungen, bei denen die Krone radikal eingekürzt wird, schaden dem Baum dagegen meist dauerhaft: Er bildet viele dünne, schlecht verankerte Triebe, und große Schnittwunden bieten Pilzen einen Eintrittsweg.

Grenzabstände zum Nachbarn

Das Nachbarrechtsgesetz NRW regelt, wie weit Hecken, Sträucher und Bäume von der Grundstücksgrenze entfernt stehen müssen. Für Hecken gilt nach § 42 NachbG NRW: bis 2 Meter Höhe mindestens 0,5 Meter Abstand, höher als 2 Meter mindestens 1 Meter. Gemessen wird bei Hecken von der dem Nachbarn zugewandten Seite der Hecke, nicht von der Stammmitte – die spätere Breite sollten Sie also schon beim Pflanzen einrechnen. Für Bäume und Sträucher gelten nach § 41 NachbG NRW je nach Wuchsstärke eigene, teils größere Abstände. Der Anspruch des Nachbarn auf Beseitigung ist nach § 47 NachbG NRW ausgeschlossen, wenn er nicht innerhalb von sechs Jahren Klage erhebt; wann diese Frist beginnt, hängt vom Einzelfall ab. Im Zweifel klären Sie das am besten in Ruhe mit dem Nachbarn oder lassen sich rechtlich beraten.

Verkehrssicherungspflicht

Als Eigentümer sind Sie dafür verantwortlich, dass von Bäumen auf Ihrem Grundstück keine vermeidbare Gefahr ausgeht, etwa durch morsche Äste über einem Gehweg oder Stellplatz. Eine regelmäßige Sichtkontrolle, besonders nach Stürmen, gehört dazu. Bei Wohnanlagen und älterem Baumbestand empfiehlt sich eine dokumentierte Kontrolle.

Unsere Unterstützung

Corpus Galabau übernimmt Heckenschnitt, Kronenpflege, Totholzentfernung und Fällungen nach Prüfung der Genehmigungslage. Den Schnitt planen wir passend zur Jahreszeit und nehmen das Schnittgut mit.

Weiterführend

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