Corpus Galabau · Ratgeber · November 2026
1. Den Bestand aufnehmen
Bevor Sie über Pflanzen und Materialien nachdenken, lohnt ein ehrlicher Blick auf das Grundstück:
- Sonne und Schatten: Wo scheint morgens, mittags und abends die Sonne? Wo steht das Haus, wo werfen Nachbargebäude oder Bäume Schatten?
- Boden: Ist der Boden lehmig und schwer, sandig oder nach dem Hausbau stark verdichtet? Steht nach Regen Wasser auf der Fläche?
- Gefälle und Höhen: Schon kleine Höhenunterschiede entscheiden darüber, wohin Regenwasser läuft.
- Vorhandenes: Welche Bäume, Hecken und Wege sollen bleiben? Ein gesunder, alter Baum ist oft wertvoller als jede Neupflanzung.
- Leitungen und Zugänge: Wo verlaufen Wasser-, Strom- oder Abwasserleitungen? Wo kommen Maschinen und Material auf das Grundstück?
2. Klären, wie Sie den Garten nutzen
Ein Garten für eine Familie mit kleinen Kindern sieht anders aus als ein Garten für Menschen, die vor allem in Ruhe auf der Terrasse sitzen möchten. Hilfreiche Fragen sind: Brauchen Sie eine Spielfläche aus Rasen? Wo soll gegessen und gegrillt werden? Wünschen Sie Gemüsebeete, Hochbeete oder einen Platz für Kompost und Mülltonnen? Wie wichtig ist Sichtschutz zum Nachbarn?
3. Zonen und Wege festlegen
Aus Bestand und Nutzung ergeben sich Zonen: zum Beispiel Terrasse am Haus, Rasenfläche, Beete, ein ruhiger Sitzplatz und ein Wirtschaftsbereich. Wege verbinden diese Zonen. Planen Sie Wege dort, wo man tatsächlich geht – sonst entstehen Trampelpfade im Rasen. Für Wege und Terrassen lohnt es sich, früh über wasserdurchlässige Beläge nachzudenken. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Terrasse und Gartenweg pflastern.
4. Pflegeaufwand ehrlich einschätzen
Jede Fläche braucht Pflege, nur in unterschiedlichem Umfang. Rasen muss in der Wachstumszeit regelmäßig gemäht werden, Hecken brauchen ein- bis zweimal im Jahr einen Schnitt, Staudenbeete wollen im Frühjahr aufgeräumt werden. Dicht bepflanzte Beete mit bodendeckenden Stauden halten Unkraut besser in Schach als offene Erde.
Wichtig für Vorgärten: Nach § 8 der Landesbauordnung NRW sollen nicht überbaute Flächen bebauter Grundstücke wasseraufnahmefähig und begrünt oder bepflanzt sein. Reine Schottergärten sind damit grundsätzlich nicht zulässig. Ein pflegeleichter Vorgarten gelingt besser mit robusten Pflanzen als mit Kies und Folie.
5. Budget und Bauabschnitte planen
Nicht alles muss in einem Jahr entstehen. Sinnvoll ist eine Reihenfolge, bei der spätere Arbeiten nichts Fertiges beschädigen: zuerst Erdarbeiten, Leitungen und Entwässerung, dann Wege und Terrasse, danach Pflanzungen und zum Schluss Rasen. Die beste Pflanzzeit für die meisten Gehölze und Stauden sind Frühjahr und Herbst.
Welche Faktoren die Kosten bestimmen und was Sie steuerlich geltend machen können, erklären wir im Beitrag Was kostet ein Garten?.
Was Sie für das Erstgespräch vorbereiten können
- einen Lageplan oder eine einfache Skizze des Grundstücks mit ungefähren Maßen
- Fotos aus mehreren Blickrichtungen
- eine Liste: Was muss bleiben, was soll weg, was wünschen Sie sich?
- Ihren Zeitrahmen und eine grobe Vorstellung vom Budget
Unsere Unterstützung
Corpus Galabau übernimmt die Planung mit Gestaltungsskizze und Pflanzliste, die Umsetzung und auf Wunsch die Pflege danach. Die Besichtigung und das Erstgespräch sind kostenlos und unverbindlich.



